Welpen

Früh übt sich!
Im Alter von ca. 8 Wochen zieht der Welpe bei seiner zukünftigen Familie ein, womit sich die Frage stellt, Welpenschule ja oder nein? 
Ziel der Welpenschule ist die Sozialisierung des Welpen mit anderen Hunden, die Prägung des Welpen auf seinen künftigen Halter, das Kennenlernen sämtlicher Umwelteinflüsse sowie die Vermittlung eines ersten Grundgehorsams.

Sozialisierung:
Entgegen landläufiger Meinung kennt ein Hund nicht von sich aus, quasi automatisch, den korrekten Umgang mit anderen Hunden. Er muss dies zunächst lernen. 
Wenn ein Hund mit dem Schwanz wedelt, tut er dies automatisch, dies ist angeborenes Verhalten. Zu erkennen, dass der andere Hund es freundlich meint, wenn er mit dem Schwanz wedelt, ist demgegenüber anerlerntes Verhalten. Das Verhalten anderer Artgenossen einzuordnen, lernt der Hund von Natur aus innerhalb des Rudels. Hierzu ist der Kontakt mit anderen Welpen, aber auch erwachsenen Hunden, zwingend notwendig. Daher nimmt in der Welpenschule das gemeinsame Spiel einen hohen Stellenwert ein. 
Unser eingezäunter Welpengarten bietet ausreichend Platz für die wildesten Spiele und gewährleistet zugleich, dass das Spiel von den Zweibeinern kontrolliert werden kann.

 
 

 

 

Prägung:
Die wichtigste Prägung, die der Welpe in diesem Alter bekommen soll, ist die Bindung zu seinem Herrchen oder Frauchen. Hierzu werden im Anschluss an die Spieleinheit Bindungsübungen durchgeführt. So läuft zum Beispiel Herrchen bzw. Frauchen schnell davon und lockt den Welpen hinterher oder werden gemeinsam „Hindernisse“ überwunden. Hindernisse in diesem Sinne können zum Beispiel ein Tunnel, ein Laufsteg, eine Wippe oder eine knisternde rutschige Plastikfolie sein.

   
 
 
 

Umwelteinflüsse: 
Im Abgabealter von 8 bis 10 Wochen würde der Welpe in der Natur erstmals für längere Zeit seinen Bau verlassen und spielerisch mit seinen Geschwistern die Umwelt erkunden. Daher ist er in diesem Alter am empfänglichsten und am neugierigsten für alles Neue. Je nachdem, ob er positive oder negative erste Erfahrungen sammelt, wird er dann im weiteren Leben eher ängstlich, aufgeschlossen oder mutig für alles Neue sein. Daher liegt es in unserer Verantwortung, dem Welpen in diesem Alter möglichst viel zu zeigen und alles Neue positiv zu verknüpfen. 
So lernt der Welpe im Bällebad einen sich bewegenden Untergrund, lautes Rauschen der Bälle und optische Reize in Form von Farben kennen. Ausflüge zum Beispiel in die Stadt, an einen Bahnhof oder ein Bad in der Brenz gehören dann auf die Tagesordnung. Dies Alles fällt dem Welpen durch seine Spielkameraden, die tapfer vorangehen, und durch den ermutigenden Zuspruch von Herrchen oder Frauchen leicht.

Grundgehorsam:
„Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.“ Dieses Sprichwort ist so nicht ganz richtig, besser wäre es zu sagen: „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans umso schwieriger.“ 
In der Natur wäre unser Welpe allein nicht überlebensfähig. Daher tappst er in den ersten Wochen seines Lebens dem Herrchen bzw. Frauchen als Rudel auf Schritt und Tritt hinterher. Dies können wir mit positiver Bestärkung nutzen, um spielerisch erste Gehorsamsübungen zu erlernen. So ist in diesem Alter das Herankommen noch eine Selbstverständlichkeit. 
Auch erste Übungen zur Leinenführigkeit, zum Sitz und Platz werden spielerisch mit dem Welpen durchgeführt. 

Da es unsere Philosophie ist, dass wir nicht Hunde ausbilden, sondern Herrchen und Frauchen, damit diese ihren Hund ausbilden können, stehen wir im Anschluss an die Übungen mit Hund für Fragen, Anregungen und einen kurzen Theorieteil zur Verfügung. Häufige Themen hierbei sind: Stubenreinheit, Kläffen, Impfungen, Parasiten (Zecken), richtiges Spielen mit dem Hund, Läufigkeit...... 
     
Zum Nachlesen empfehlen wir die Online-Welpenschule